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Wer wir sind

Corps Musegg Luzern

Das Corps Musegg ist das älteste Pfadicorps des Kantons Luzern und feierte im Jahr 2006 sein 80-jähriges Bestehen mit einem Corpslager in Domat-Ems. Es ist politisch und konfessionell unabhängig. Als erstes Corps der Stadt Luzern hat die Pfadi Musegg seit etwa 27 Jahren gemischte Meuten und Stämme mit Mädchen und Buben. Das Pfadicorps Musegg besteht aus etwa 300 aktiven Pfadis aus Stadt und Agglomeration. Es gehört zum Kantonalverband Luzern und zur Pfadibewegung Schweiz.

Die Pfadistufen

Die Wolfsstufe - 7 - 11 Jahre - Sie ist der Einstieg in die Pfadi. In der Gestaltung des Programms wird dem Alter der Wölfli Rechnung getragen. Höhlenbegehungen und andere anspruchsvollere Abenteuer, die typisch sind für die Pfadi, bleiben bei den Wölfen aussen vor. Anderseits sind Wolfsmeuten auch keine Kindergärten mehr: Obwohl die Leiterinnen und Leiter immer ein waches Auge auf ihre Schützlinge werfen, wird manchmal eine gewisse Selbstständigkeit verlangt. Seit der Einführung des schulfreien Samstags wird ab und zu auch eine übung ausgelassen, um Familien auch längere Wochenendausflüge zu ermöglichen. An einem anderen Samstag findet dafür vielleicht eine übung statt, die schon um 10 Uhr beginnt. Etwa 20 Wölfe bilden zusammen eine Wolfsmeute, die in 3-4 Rudel unterteilt ist. Der älteste und erfahrenste Wolf nimmt als Rudelführer innerhalb des Rudel besondere Aufgaben wahr, er ist zum Beispiel verantwortlich, bei Spielen die Gruppe anzuleiten, so lernen Kinder früh Verantwortung für sich und andere im kleinen Rahmen zu übernehmen. Die Wolfsmeute wird von einer Meuteleitung geleitet, deren LeiterInnen verschiedenste Kurse und Ausbildungslager besuchen.

Die Pfadistufe - 12 - 18 Jahre - In der Pfadi ist die Selbstständigkeit der Gruppe schon sehr ausgeprägt. Die übungen sind mehrheitlich im Freien und können auch in grösserer Entfernung von Luzern stattfinden (Schlitteln auf der Krienseregg, Wanderungen auf die Rigi, etc.). Das Sommerlager wird als Zeltlager in der freien Natur durchgeführt und dauert zwei Wochen. Ausserdem existiert ein vielseitiges Angebot zusätzlicher Aktivitäten wie Skiweekends, Herbstlager etc. Etwa 15 bis 35 Pfadis bilden zusammen einen Pfadistamm oder wenn es ausschliesslich Mädchen sind, einen Pfaditrupp. Dieser ist aufgeteilt in 3-4 Patrouillen, die von älteren, erfahrenen Pfadis, den Venner und Vennerinnen geleitet werden. Sie betreuen die Pfadis und vertreten die Anliegen der Patrouille vor den Leitern und Leiterinnen und umgekehrt. Die Leitung des Stammes/Trupps wird Stammleitung, resp. Truppleitung genannt.

Die Leiter- oder Roverstufe - 18 - 25 Jahre - Nach der Tätigkeit als Venner kommt man gewöhnlich in die Stamm-, Trupp- oder Meuteleitung. Dort sind vor allem organisatorische Aufgaben zu bewältigen. Man sorgt dafür, dass alles richtig läuft und organisiert übungen, Lager, Kollektivbillete, Versicherung, Materialtransport, Lagerküche etc. In Leiterkursen (Nothelferkurs, SLRG, J&S-Leiterkurse der kantonalen Sportämter, ..) werden die Leiter auf ihre Tätigkeiten vorbereitet. Durch diese frühe übernahme der Verantwortung machen die LeiterInnen einmalige Erfahrungen. Planen, Träumen, mit Gleichaltrigen ein Projekt von A bis Z durchziehen aber auch kleine Enttäuschungen und Rückschläge, die dazugehören. Damit die LeiterInnen gefordert aber nicht überfordert werden, sind sie ihrerseits in ein Netz von Betreuern und Coachs eingebetet, das versucht mit Rat und Tat die Leitungen zu begleiten.

Nach der aktiven Pfadizeit gründen die Leiter oft Roverrotten und treten dem APV, dem Alt-Pfadfinder-Verband bei, wo sie ihre Pfadikontakte zu ihresgleichen, aber auch innerhalb verschiedener Pfadigenerationen pflegen bis weit hinauf ins Alter.

Die Idee der Pfadi

Trotz allen Wandels sind die Ziele der Pfadi seit ihrer Gründung vor einem Jahrhundert die gleichen geblieben: Pfadi soll Spass machen, Pfadi soll Jugendlichen ermöglichen, sich ihrem Alter entsprechend kreativ und selbständig zu entfalten. Pfadi soll den Heranwachsenden Gelegenheit geben, Verantwortung zu übernehmen, sich Ziele zu setzen und diese zu verwirklichen. Die Pafdibewegung Schweiz (PBS, nationaler Dachverband) stützt ihre eigenen Grundlagen auf die Grundlagen der beiden Weltbünde ab und drückt sie mit dem Stichwort der Ganzheitlichkeit aus.

Die Ganzheitlichkeit wird in fünf Beziehungen ausgedrückt, die sich gegenseitig bedingen und ergänzen.

Die Beziehung zur Persönlichkeit - selbstbewusst und selbstkritisch sein
Die Beziehung zum Körper - sich annehmen und sich ausdrücken
Die Beziehung zu den Mitmenschen - anderen frei begegnen und sie respektieren
Die Beziehung zur Welt - kreativ sein und umweltbewusst handeln
Die Beziehung zu Gott, spirituelle Beziehung - offen sein und nachdenken

Für jede Beziehung formuliert die Pfadibewegung ein Ziel, dem sich die Mitglieder durch die angebotenen Aktivitäten in kleinen Schritten annähern sollen.

Um diese fünf Beziehungen zu fördern wendet die Pfadi sieben Methoden an:

Persönlichen Fortschritt fördern
Gesetz und Versprechen
Leben in der Gruppe
Rituale und Traditionen
Mitbestimmen und Verantwortung tragen
Draussen leben
Spielen

Verantwortung übernehmen

Die Pfadileiterinnen und Pfadileiter sind Jugendliche wie die Pfadis selbst und üben ihre Tätigkeit freiwillig und gratis aus. Sie werden in speziellen Kursen auf ihre Tätigkeiten vorbereitet. Durch die Arbeit als Pfadileiterin oder Pfadileiter sammelt man wichtige Lebenserfahrung: Man lernt zu organisieren, Probleme zu meistern, Verantwortung zu übernehmen, auf andere Menschen einzugehen und Rücksicht zu nehmen.

Die Spur

Innerhalb des Pfadicorps Musegg geben wir zusammen mit dem APV die Zeitschrift "die spur" heraus, welche vierteljährlich über Neuigkeiten, Lager, Aktivitäten, Klatsch und vieles mehr berichtet. Somit erhalten alle Mitglieder den Einblick in die verschiedenen Abteilungen, Meuten, Trupps und Stämme in unserem Corps.

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